Stadtentwicklung von Bernau bei Berlin

Bernau – im Mittelalter der wichtigste Ort des Barnim – profitierte im 19. Jahrhundert von der Nähe zur florierenden Großstadt Berlin. Enge Wirtschaftsbeziehungen förderten besonders die Textilindustrie. Auch die gute Verkehrsanbindung trug dazu bei, dass die Stadt schnell über ihre mittelalterlichen Grenzen hinaus wuchs. Als Endbahnhof einer Berliner S-Bahn-Linie wurde Bernau im 20. Jahrhundert auch zu einem wichtigen Pendlerwohnort und Naherholungsziel. Von Weltkriegszerstörungen weitestgehend verschont, war Bernaus Altstadt in den 1970er Jahren Musterbeispiel und Demonstrationsobjekt sozialistischer Altstadtgestaltung: Der zwar verfallende, aber in der Substanz erhaltene historische Stadtkern wurde zum großen Teil abgerissen und durch Plattenbauten ersetzt. Bernau ist heute brandenburgisches Mittelzentrum. Wie in der Vergangenheit profitieren Wirtschaft und Stadtentwicklung von der Nähe zu Berlin – die Einwohnerzahl wuchs von 1991 bis 2014 durch starken Zuzug erheblich und sie wächst weiter.

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