Abbildung des Bandes

“Landschaften in Deutschland”

Band Nr. 74

Das Havelland um Rathenow und Premnitz – Eine landeskundliche Bestandsaufnahme

Erscheinungsjahr
2017

Umfang
454 Seiten, 80 Abbildungen, 2 Übersichtskarten

Herausgeber_Innen
Sebastian Kinder und Haik Thomas Porada

Herausgeberinstitution(en)
Leibniz-Institut für Länderkunde e.V. und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Verlag/Ort
Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien

ISBN
978-3-412-22297-0

Kurzbeschreibung:

Das westliche Havelland ist bis zum heutigen Tag agrarisch geprägt. Namengebend für diese Region ist die Havel, die sich hier ihren Weg in Richtung Elbe bahnt. Neben den Flussniederungen stellt vor allem das Havelländische Luch, östlich des Rathenower Stadtforsts, eine bedeutende Teillandschaft des westlichen Havellandes dar. Dieses ehemalige Feuchtgebiet, das durch umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen landwirtschaftlich nutzbar gemacht worden ist, verdeutlicht, dass es sich hier um eine vom Menschen geformte und kontrollierte Landschaft handelt. Während Rathenow – eine der traditionsreichen alten Städte der Mark Brandenburg – seit gut zwei Jahrhunderten durch die optische Industrie maßgebliche Impulse erhielt, ist die städtische Entwicklung in Premnitz mit dem Aufstieg und Niedergang der chemischen Industrie in diesem Raum im 20. Jahrhundert verknüpft. Die sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, die ein Vierteljahrhundert nach der deutschen Wiedervereinigung für das Havelland bestehen, aus der Sicht verschiedener natur- und geisteswissenschaftlicher Disziplinen sichtbar zu machen, ist ein zentrales Anliegen dieser Landeskunde. Das auch als Nachschlagewerk nutzbare Buch zeichnet dank zahlreicher Karten, Grafiken und weiterer Abbildungen ein anschauliches Bild von der Genese und dem aktuellen Zustand dieser schon von Theodor Fontane gepriesenen märkischen Landschaft.