Abbidung des Bandes

“Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat”

Band Nr. 62

Saalfeld und das Thüringer Schiefergebirge – Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Saalfeld, Leutenberg und Lauenstein

Erscheinungsjahr
2001

Umfang
293 Seiten, 81 Abbildungen, 2 Übersichtskarten

Herausgeber_Innen
Luise Grundmann

Herausgeberinstitution(en)
Institut für Länderkunde Leipzig und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Verlag/Ort
Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien

ISBN
3-412-10800-6

Kurzbeschreibung:

Räumlich an das im Band 58 »Rudolstadt und das mittlere Saaletal« dargestellte Gebiet anschließend, vermittelt die vorliegende landeskundliche Monographie detaillierte Informationen zur Naturausstattung, zur Geschichte, Kultur und Wirtschaft der überaus abwechslungsreichen Kulturlandschaft zwischen Saalfeld, Leutenberg, Probstzella und Lauenstein. In der jüngsten Vergangenheit durch die innerdeutsche Grenze in eine periphere Lage gezwungen, liegt der Raum seit 1989 wieder in der Mitte Deutschlands mit wichtigen Verbindungsfunktionen zwischen den Freistaaten Thüringen und Bayern. Wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum ist die Stadt Saalfeld; ihre Kulturdenkmale und -einrichtungen sowie die Schauhöhlen der »Feengrotten« sind touristische Anziehungspunkte. Bei Saalfeld treffen zwei geologisch vorgezeichnete Landschaftseinheiten aufeinander - das Thüringer Schiefergebirge und das Buntsandsteinland am Südostrand des Thüringer Beckens. Nordöstlich von Saalfeld erhebt sich in 481 Meter Höhe die als Härtling herauspräparierte Muschelkalkscholle des Kulmberges, der dem Besucher prächtige Ausblicke u.a. auf den Saalfelder Talkessel und das Schiefergebirge ermöglicht. Südlich von Saalfeld bildet die Saale mit den Talsperren Hohenwarte und Eichicht sowie die tief eingeschnittenen Täler der Loquitz und Sormitz, die Stadt Leutenberg und ihre Umgebung sowie das Gebiet um Lauenstein günstige Voraussetzungen für den sanften Tourismus. Der Abbau und die Verarbeitung von Bodenschätzen prägten viele Jahrhunderte die Wirtschaftsstruktur des Gebietes und hinterließen Relikte und Spuren in der Landschaft, besonders im einstigen Saalfeld-Kamsdorfer Erzrevier, in den Schieferbrüchen im Loquitztal und auf der Steinernen Heide. Große Teile des Gebietes liegen in dem 1990 gegründeten Naturpark »Thüringer Schiefergebirge /Obere Saale«, in dem die unterschiedlichen Nutzungsansprüche durch Wirtschaft, Fremdenverkehr und Naturschutz koordiniert werden.